Freizeichen
Geschrieben nach mehreren Wochen Ärger mit dem neuen Telefonanschluss.
Es war ein paar Tage nach dem vorvorletzten Umzug,
Als die Stille in der Homezone in Langeweile umschlug.
Da wollt' ich mich mit Telefonfernsprechverkehr bestücken,
Denn ein gutes Gespräch könnte Dich und mich beglücken.
Ich suchte eine Leitung für Inland, Mail und Netzpiraterie
Im Laden dachte ich, die Schnecke checkt doch nie,
Dass ich von ihr was will. Einen Anschluß nämlich.
Die Deutsche Telekom ist manchmal mehr als dämlich.
Aber vor mir stand Frau Zink Vom Kundenservice. Was für ein Gerät!
Ich spürte wie tief in mir etwas meine Akkus auflädt:
Sie hatte oben was zum Sprechen, unten was zum Tuten,
mein Gehirn und jede Nervenleitung reizzuüberfluten.
Und überall _ war was zum Drücken dran,
Mit einem ...T. fing mein Entzücken an.
Als dann ihr schwarzes Haar über den Tresen schwappte
War ich es der plötzlich nach O2 schnappte.
Mit großer Mühe formuliert' ich meinen Auftrag,
versank stammelnd in ihrem LCD-grünen Augenaufschlag
Da sagte sie, daß mit dem Anschluß sei OK.
Ich hätte nicht gedacht daß ich sie schon bald wiederseh.
Bis nächsten Dienstag, das war ihre Mindestlaufzeit.
Mit bebenden Lippen stand ich jeden Abend bereit.
Doch es vergingen ein-, zwei wochen, und keiner rief mich an.
Da sagte ich mir, Telekomschnalle, jetzt bist Du dran.
Also kam ich wieder, hatte Freiminuten reserviert.
Schwor, die anderen Anbieter würden auf der Stelle abserviert.
Keine Arcor-Ladies, keine Alice und kein Vodafone,
in meinen Ohren ab heute nur noch Deinen Klingelton.
Frau Zink, Kundenservice, Telekom
So einfach kommst Du mir diesmal nicht davon
Ich wünsche mir auf Deine Nummer eine Preselection,
Rund um die Uhr volle Breitbandaction,
Auch gerne SMS und anderen Teleschweinekram,
Außer Dir darf keine an meine Handytasche ran.
Gib mir nur ein Freizeichen, und schon sind wir vernetzt,
Denn Du hast mir die rosarote Brille aufgesetzt.












