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Ungeboren

Trennlinie

Seit Schöpfung ungestüm sich Bahnen brach,
Dunkles Meer, Urfeuer mich umgibt.
Seit ewig wärmend, dumpfes, fernes Beben,
Damit ich weiß, daß sie mich liebt,
Damit sie weiß, ich bin am Leben.

Ich schlafe schwimmend, schwimmend bin ich wach,
Rot trinke ich von droben, esse Zeit.
Schon spürt der Weltenrand mich treiben,
Mit jedem Schluck noch näher, wo nur soll ich bleiben?
Welt, laß mich noch ein wenig träumen von der Ewigkeit.

Kristian Rother (1999)